SuS Rhede e.V. von 1921

Persönlichkeiten des SuS Rhede

Evert Metting, geboren am 14.09.1910, war eine der großen Persönlichkeiten im Rheder Fußballverein. Als Zollbeamter in die Emsgemeinde gekommen, hatte er schnell seine Liebe zum Fußball entdeckt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete er zusammen mit ande­ren Sportkameraden den SV NeurhedC und war jahre­lang Vorsitzender, bevor er zum SuS Rhede wechsel­te. Nach dem plötzlichen Tod von Heribert Konken übernahm er 1963 für drei Jahre den Vorsitz. Evert Metting war über Jahrzehnte hinweg in unter­schiedlichen Funktionen tätig: Als Trainer und Fuß­ ballobmann in den Herrenmannschaften und als Be­treuer und Übungsleiter für unzählige Schüler- und Jugendmannschaften. Mit „Onkel Metting" redeten ihn die Kleinsten des Vereins an. Aus dieser liebevollen Anrede wurde im Laufe der Zeit „Opa Metting- - auch daran kann man erkennen, wie lange der vorhildliche Sportsmann im Verein aktiv war. Die große Leidenschaft des Evert Metting war das „Pfeifen". Seine Schiedsrichterprüfung hatte er 1929 abgelegt und war seitdem als Unparteiischer aktiv. Die Schiedsrichtervereinigung im Kreis Aschendorf­ Hünimlin- wurde nach dem Weltkrieg durch seine In­itiative ins Leben gerufen. 54 Jahre war er als Schieds­ richter von der Kreisklasse bis zur Verbandsliga im Einsatz. Für diese einmalige Leistung wurde er im September 1979 ausgezeichnet. Es war der fußballbegeisterte Pfarrer Korte, der „die Liebe, das Verständnis, das Taktgefühl und die Aus­dauer" hervorhob, mit der Evert junge Metting junge Sportfreunde motivieren konnte. Evert Metting starb am 19.12.1987 - er gehört ohne Zweifel zu den Menschen, die sich um den Fußball- sport verdient gemacht haben.
Evert (Opa) Metting
Ein Stück SuS-Geschicht 28 Jahre - von 1966 bis 1994 - bestimmte Theo Wiemker das Geschehen als Vorsitzender des SuS Rhede. Für diese einmalige Leistung und für seine großen Verdienste erhielt er im Herbst 1994 die Goldene Eh­rennadel des Landessportbundes ausgehändigt; zuvor war er bereits vom Kreissportbund ausgezeichnet worden.1966 hatte Wiemker, damals 2. Vorsitzender und drei Jahre im Spielausschuß tätig, das Amt von seinem Vor­gänger Evert Metting übernommen. Er führte den SuS durch gute und weniger gute Zeiten. Dabei waren die großen Erfolge und Meisterschaften nicht allein von Bedeutung. Kameradschaft, Verständnis und Einsatz­willen - das waren die Eigenschaften, die Theo Wiem­ker nicht nur von den Spielern verlangte, sondern die er auch selbst vorlebte. Eine klare Absage erhielten die Befürworter des „bezahlten Fußballs" in den siebziger Jahren: „Lieber mit Idealismus in der 3. Kreis­klasse, als mit Geld in der Verbandsliga." Gerne erinnert sich Theo Wiemker an die sechziger Jahre, in denen der SuS Rhede Meister der Bezirks­klasse Osnabrück wurde und den Aufstieg in die Be­zirksliga schaffte. Die Älteren unter uns kennen ihn aus dieser Zeit, als er persönlich noch vor den Spielen die Plätze markierte. Der Ausspruch eines Mitglieds bei der Wahl zum Vorsitzenden kennzeichnete am treffendsten, wie sehr sich Wiemker für den Verein einsetzte: „Wir bekommen keinen Vorsitzenden wieder, der den Sportplatz besser abzeichnet als er." Unter seiner Leitung und mit seiner Unterstützung wurden auch die Rahmenbedingungen des Vereins positiv verändert. Durch die Errichtung der Sportan­lage „Emspark" mit zwei Spielplätzen und den Bau der Dreifachturnhalle konnte sich der Verein auswei­ten und den Rheder Bürgern neue Sportarten anbieten. Diese Veränderungen waren nur möglich, weil es ein produktives Miteinander zwischen dem Sportver­ein und den Vertretern der Gemeinde Rhede gab. Theo Wiemker hat es im Laufe seiner langen Vereins­führung immer wieder verstanden, sich den Veränderungen und Herausforderungen zu stellen. Unter seiner Federführung wurde der SuS vom reinen Fußballclub der fünfziger Jahre zum Breitensportver­ein der achtziger Jahre. Auf der Generalversammlung im Februar 1994 wurde Theo Wiemker zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Sein langjähriger Mitstreiter, der stellvertretende Vorsitzende Heinz Kamphus, sprach den Dank aller Mitglieder aus, indem er feststellte: -Du hast viel für den SuS Rhede getan. Theo Wiemker verstarb im Jahre 2009 . Wir werden Ihm ein ehrendes Andenken bewahren!
Theo Wiemker
Großen Anteil am Erfolg des Rheder Fußballs in den sechziger Jahren hatte  Johannes Peiler. Er war als Trainer bzw. Übungsleiter sowohl für alle Herrenmannschaften, als auch für die Schüler- mannschaften verantwortlich. Mit seinem Engagement schaffte er es, Schüler und Jugendliche für den Fuß­ball zu begeistern, und baute somit den Grundstock für die Erfolge des Rheder Vereins. Johannes Peiler, geboren am 05. Februar 1930 in Breslau, kam im Jahr 1954 als junger Polizei- beamter in das Emsland nach Pagenburg. Er schloß sich dem FC Germania 08 an, spielte aktiv Fußball und war lange Jahre Leiter der Jugend- abteilung des Papenburger Fußballklubs. Seit 1957 führte er die Schulungsarbeit bei den Spielleitern des Kreisfußballverbandes durch und war nebenbei Sonntag für Sonntag als Schiedsrichter tätig. Als Peiler 1962 nach Rhede versetzt wurde, fand er beim SuS ein weites sportliches Betätigungsfeld vor. Neben seiner Tätigkeit als Übungsleiter machte er sich ebenso einen Namen als Organisator und Conferencier des jährlich stattfindenden Winterfestes.
Johannes Peiler
Am 1. Februar 1919, nach dreijähriger Front- tätigkeit im ersten Weltkrieg, trat Herr Josef Suerbaum seine erste Lehrerstelle in Rhede an. Hier rief er am 29. Juni 1921 die Jugend- lichen zur Gründungsversammlung von „Spiel und Sport" Rhede unter Anschluß an die Deut­sche Jugendkraft zusammen. Mit großer Umsicht und unermüdlicher Tatkraft stand er dem Verein vor. In den ersten Jahren selbst Stammspieler der ersten Mannschaft, arbeitete er immer mehr auf größere Breiten- arbeit im Sport: Nach dem Fußball die Leicht- athletik, dann das Turnen, das Schwimmen und schließlich der Wehrsport. Lehrer Suerbaum war von 1925 bis zum Verbot der DJK 1935 Bezirksleiter des Bezirkes Aschen- dorf und Gaupressewart des Emslandes der DJK. Von Herbst 1925 bis Herbst 1932 redigierte er die von ihm gegründete „Emsland-Jugend" (monatliche DJK-Beilage der katho­lischen Zeitungen des Emslandes). Im Herbst 1932 stellten die Zeitungsverleger die weitere Herausgabe des Nachrichtenblattes ein. Leider wurde Herr Suerbaum  Ostern 1937 nach Remsede in die Nähe seines Heimatortes versetzt. Bis zum  heutigen Tag blieb er dem Verein verbunden. Seine Kameradschaft, seine Ideale, seine Tatkraft werden uns immer ein Beispiel sein. Möge er noch oft in unseren Reihen weilen." (Bernhard Bröring, in der Festschrift zum 40jährigen Jubiläum 1961) Josef Suerbaum starb am 15. Dezember 1969. Trotz seiner Krankheit blieb er bis zu seinem Tod dem Verein eng verbunden. SuS Rhede hat ihm viel zu verdanken und wird stets seiner gedenken.
Josef Suerbaum